Salzburgs Kunst-Kühe

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Fall 2: Das respektlose Weidevieh

Nach der ständigen Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes ist die Verwahrung von Rindern mit einem funktionstüchtigen elektrischen Weidezaun im allgemeinen als hinlänglich anzusehen und zwar auch nachts und in der Nähe von Bundesstraßen.

Anders wurde jedoch in einem Fall entschieden, als Rinder schon 5 bis 6 Mal vor dem Unfall aus einer mit einem elektrischen Weidezaun gesicherten Weide ausgebrochen waren, sodass feststand, dass diese Tiere keine Angst vor dem Stromschlag hatten, die sie vor dem Durchbrechen des Weidezaunes gehindert hätte. Erweist sich aber, dass Weidevieh einen solchen Elektrozaun nicht respektiert, dann entspricht die Verwendung eines solchen Zaunes nicht dem Erfordernis einer sicheren Verwahrung, sodass der Landwirt, dessen Rinder auf die nahegelegene Bundesstraße gelangten, wo es zu einem Unfall kam, für die Folgen haftet ( OGH 25. 5. 1979, 8 Ob 64/79 ).

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