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Salzburgs Kunst-Kühe
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Nr. 115 |
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Vom
Aar zur Kuh Einst
prägten gekrönte Adler, Drachen, Leue, gueldene Vliese das Staatsbild.
Heute vergleichen unbotmäßige Elemente es mit leicht lenkbaren
Herdentieren, engelsgeduldigem Melkvieh. Der
archaisch freie ungeformte Staats-Kuhkörper wird in Schabracken gehüllt,
filetiert in Kompetenzen, eingespannt ins Korsett der Primärkräfte.
Was geht auf eine Kuhhaut? Die drei staatlichen Gewalten teilen sich das Fell. Die purpurgewandete Exekutive, das aus- und abführende Organ, ist durch Verordnungen, Erlässe, Paragraphen an den gesetzgebenden Körper gebunden. Mit diesem verflochten hält die blinde Justicia ihr Haupt in der Waage. |